Kossebade zählt zu den ältesten
Dörfern Mecklenburgs. Im Jahr 2000 feierte das Dorf den
750. Tag der
schriftlichen Ersterwähnung.
Dabei können die Bewohner des Ortes auf eine wechselvolle Geschichte
im Laufe der Jahrhunderte zurückschauen. Durch gute und schlechte
Zeiten ging das Leben stets seinen Gang. Mit der folgenden kurzen
Übersicht zur Dorfgeschichte möchten wir Bewohner und Gäste dazu
anregen, sich mit dem Leben im Dorf auseinander zusetzen.
| 1250 |
1. schriftliche Erwähnung des Ortes in einer
Verfügung des Schweriner Bischoffs Rudolf zur Lieferung des
Kirchenzehnts. |
| 1324 |
Das Dorf Kossebade und weitere 13 Orte werden auf
Grund von Schulden des Fürsten Heinrich II. zu Mecklenburg an den
Ritter Johann von Plessen verpfändet. |
| 1441 |
In Aufzeichnungen der St. Marienkirche zu Parchim
werden erstmals Bewohner von Kossebade als Kirchensteuerzahler
erwähnt. |
| 14./15. Jh. |
In dieser Zeit wird die Dorfkirche errichtet. Sie
entstand aus behauenen Feldsteinen im gotischenStil. |
| 1622 |
1. Erwähnung des Ortes auf einer Landkarte (Lauremburg-Karte
von Mecklenburg) |
| 1679 |
Erstmals wird für Kossebade die Existenz einer
Gastwirtschaft erwähnt. |
| 17./18.Jh. |
Für diese Zeit ist die Existenz einer Windmühle
nachgewiesen. |
| 19. Jh. |
In Kossebade bilden sich durch die günstige Lage
viele verschiedene handwerklicher Gewerke. |
| 1845 |
Im Ort werden 2 Schulen verzeichnet. |
| 1872 |
Erstmals kommt es zu einer Vergrößerung der
Ortslage Kossebade. Durch den Kosbader Regulierungsplan werden 5
neue Hofstellen ausgewiesen. |
| 1873 |
Kossebade kauft der Gemeinde Zölkow einen Teil des
Tannenberges ab und erhält durch das Großherzogliche Amt
verschiedene Ländereien und die Landstraße als Gemeindeeigentum
übertragen. |
| 1878 |
1. Erwähnung der Freiwilligen Feuerwehr |
| 1902 |
Gründung der Molkerei Kossebade |
| 1921 |
Elektrifizierung des Dorfes |
| ab 1945 |
Durch die Umsiedler und Flüchtlinge des Krieges
kam es zu einem sprunghaftem Anstieg der Einwohnerzahlen im Ort.
Die Bodenreform beschränkte sich in Kossebade auf die Zuteilung
von Waldflächen. |
| 1951/1952 |
Kossebade erhält seine erste feste
Straßenanbindung. Durch die Gemeindegebietsreform 1951 wurde
Kossebade als Ortsteil an Grebbin angegliedert. |
| 1954 |
Einrichtung eines Kindergartens |
| 1957 |
Gründung der LPG Typ III "Roter
Oktober" |
| 1965 |
Der Schulbetrieb in Kossebade wurde endgültig
eingestellt. Die Schüler wurden ab jetzt alle in Grebbin
beschult. |
| 1974 |
Kossebade erhält eine elektrische
Straßenbeleuchtung. |
| 1975 |
Die zentrale Wasserversorgung im Ort nimmt ihren
Betrieb auf. |
| 1989 |
Die zentrale Dorfentwässerung wurde errichtet und
alle Häuser an die Kläranlage angeschlossen. |
| 1991 |
Die Bergstraße und die Tannenbergstraße erhielten
nach umfangreichen Erneuerungsarbeiten eine Asphaltdecke. |
| 1996 |
Die Freiwillige Feuerwehr schuf sich durch viel
Eigeninitiative ein neues Spritzenhaus. |
| 1997 |
Im ehemaligem Schulhaus wurde das neue
Dorfgemeinschaftshaus eröffnet. |
| 2000 |
Mit einem großen Fest zur
750-Jahrfeier wird in Kossebade an Vergangenes erinnert und mit Zuversicht die Zukunft
in Angriff genommen. |
Die vollständige Chronik umfasst 42 Seiten und ist im Rahmen
der Vorbereitung zur 750-Jahrfeier entstanden. Leider ausverkauft.